Intermediazione di opere d'arte di proprietà privata      

Amico friulano del Dosso

aktiv in Ferrara in der ersten Hälfte des 16. Jh.

Saint John the Baptist (sold)


Medium:
Abmaβe: cm 94 x 65


Amico friulano - Ingrandisci l'immagine

Herkunft:
Genolini Collection bis1909
Sammlung Castelbarco Albani
Privatsammlung Mailand

Literatur:
Roberto Longhi, Officina Ferrarese, Florenz 1956, S. 194-195
Roberto Longhi, "L'Amico friulano del Dosso", in: Paragone, XI, 1960, n. 131, Abb. 8, S. 3-8 (S.Giovanni S. 8: "A metà strada tra Ercole Roberti e Rosso Fiorentino")
Andrea Bacchi, "Tempus elevat omnia": La Verità dell'Amico Friulano del Dosso, in: I veli del Tempo, opere degli Uffizi restaurate, betreut von Antonio Natale, Florenz 1997, Seite 41-64. (S.Giovanni auf Seite 48 und 51, Abb. n. 10 auf S. 51)

Beschreibung:
"Ich glaube, dass die erstaunliche Halbfigur Johannes des Täufers (Abbildung 8), die jetzt im Besitz der Familie Castelbarco Albani in Mailand ist, aus dem Verkauf Genolini stammt (1909, Abb. 76 im Katalog) und unter dem Namen Francesco del Cossa veräußert wurde. Ich weiss nicht, inwieweit dieser Hinweis, den ich freundlicherweise von Giacomo Bargellesi erhielt, etwas über die ursprüngliche Herkunft aussagt. Nach meiner Definition amico friulano del Dosso kommt es aus Ferrara, und es ermöglicht uns sogar einen umfassenden geistigen und faktischen Rückblick in das estensische 15. Jahrhundert.
Un wer möchte schon verneinen, dass diese Todesgestalt nicht die Erinnerung an Cossa, aber viel mehr noch die an Ercole Roberti wachruft? Oder wer sähe nicht in der üppigen Oase, die durch das offene Fenster zu sehen ist (Abbildung 9) und in der wirbelnden Fantasie der auf den kurvenreichen Weg geneigten Bäume die Handschrift eines engen Freundes von Dosso, der selbst noch viel unerschrockener ist mit seinen die Fauves weit vorausnehmenden Pinselstrichen, mit denen er beinahe an die Effekte eines Vlaminck heranreicht?
Und vielleicht ist diese Identifikation noch nicht vollständig. Ich zumindest möchte nicht einmal ausschließen, daß auf dem makabren Tafelbild dieses Geschundenen in der Haut eines Menschen und zugleich in der eines Schafes, bei dem die Zeichen der Verwesung nicht von denen der heiligmachenden Kasteiung zu unterscheiden sind, nicht sogar als ein Zeichen der Zustimmung zum frühen diavolismo eines Rosso Fiorentino zu interpretieren sind".

Dies schrieb Roberto Longhi im Jahr 1960 über eben das heir vorliegende Bild Johannes des Täufers.

‚Amico friulano del Dosso’ ist ein vorläufiger Name, der aber bis heute verwendet wird, da Roberto Longhi einen großen anomymen Künstler so benannte, dessen Werk er als erster 1956 rekonstruiert hatte. Die Rekonstruktion wurde grundsätzlich von den nachfolgenden Studien bestätigt, mit der Ausnahme eines Gemäldes, dass sich in der Kirche? Monte di Pietà di Treviso befindet. Gerade dieses Werk hatte Longhi dazu verleitet, das Adjektiv "friaulisch" an "den Freund von Dosso" hinzu zufügen.
Kürzlich hat Andrea Bacchi für diesen anonymen und genialen Künstler eine ausschliesslich emilianische bzw. ferraresische Herkunft mit einer großen Nähe zu Dosso vorgeschlagen. Sein sehr extravaganter Stil drängt Longhi dazu, den Johannes den Täufer als ein Werk zu definieren, das "auf halben Weg zwischen Ercole Roberti und Rosso Fiorentino" liegt. (Longhi, op. cit. 1960 S. 8, Text teilweise oben übernommen).
Die anderen, bekannten Bilder dieses mysteriösen und faszinierenden Meisters befinden sich alle in Museen, außer das Bildnis eines Prälaten, vormals in London, Sammlung Harewood. Von den Bildern sind drei in den Uffizien und eins in der Galleria Palatina in Florenz, sowie jeweils ein Bild im Metropolitan Museum in New York, im Musée des Beaux-Arts von Nantes und im Cleveland Art Museum.

   

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Alte Meister: Renaissance
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