Beschreibung: Der Zyklus von Jagdszenen ist in der Umgebung des Castello von Moncalieri angesiedelt, wo Cignaroli Ende der 70-iger Jahre des 18. Jahrhunderts arbeitete. Die Bilder stehen in enger Beziehung mit den berühmten Jagdszenen Cignarolis, die sich heute in der Fondazione Accorsi in Turin befinden, aber aus dem Salon der Beletage des Schlosses von Carpeneto stammen.
Die Gemälde der Fondazione Accorsi sind publiziert im Katalog der Ausstellung “Vittorio Amedeo Cignaroli, un paesaggista alla corte dei Savoia e la sua epoca”, herausgegeben von Alberto Cottino, Turin 2001, Katalogisierung 45-50. Prof. Cottino beschreibt sie als “typisches Manifest der Lebenskunst des 18. Jahrhunderts der oberen Klassen des ‚ancien régime’” und datiert die Bilder innerhalb des Spätwerks des Künstlers.
Der Zyklus Szenen des Landlebens ist thematisch komplementär zum ersteren und gibt den glücklichen Lauf des Lebens auf dem Lande wieder. Derartige Bildzyklen, die die Gewohnheiten der beiden sozialen Hauptschichten des späten 18. Jahrhunderts so ausgebreitet wiedergeben, ist in der italienischen Malerei dieser Epoche kaum noch zu finden. In gleicher Weise gilt dies auch für die Wiedergabe von architektonischen Elementen in der Serie Szenen des Landlebens. Aus diesem Grund ist die hier vorgestellte Bildgruppe einzigartig im Werk von Cignaroli und ein besonders schönes Beispiel von hochwertiger Dekoration aus dem 18. Jahrhundert.
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