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Antonello de Saliba ?
(tätig von 1480 - 1535)
Hieronymus als Büßer (verkauft)
Medium: Öl auf Holztafel
Abmaβe: cm 44 x 36
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Herkunft: Pinacoteca Borromeo-Monti, 1830, nr. 202, mit Zuschreibung an die Schule von Mantegna (wie auf dem Etikett auf der Rückseite); in direkter Erbfolge Privatsammlung
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Exhibited: Antonello da Messina, Rom, Scuderie del Quirinale, 18. März - 25. Juni 2006,Katalog Nr. 71, S. 336, 337, Farbabbildung.
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Literatur: R. Longhi, “Frammento siciliano” in Paragone, 1953, 47, S. 38-39, Abb. 31 (wieder aufgelegt in R. Longhi, Fatti di Masolino e di Masaccio e altri studi sul Quattrocento. 1910-1967, Florenz 1975, S. 173, Abb. 207) M.P. Di Dario Guida, in A.A.V.V., Arte in Calabria. Ritrovamenti-restauri-recuperi, Cosenza, 1976, S. …, 62-63; F. Campagna Cicala, in A.A.V.V., Antonello da Messina, Messina, 1981-1982, S.102, 212.; F. Sricchia Santoro, Antonello e l’Europa, Mailand, 1986, S. 75, 140-141; A.A.V.V., La pittura in Italia. Il Quattrocento, Mailand 1986, S. 654-655; M. Natale, in A.A.V.V., El Rinascimento Mediterraneo: Viajes de artistas e itinerarios de obras entre Italia, Francia y Espana en el Siglo XV, Madrid e Valencia, 2001, S. 396, Abb. 59a.br>Luke Syson, Anonello da Messina, in: Burlington Magazine, vol CLXVIII, n. 1241, August 2006, S. 543 n.6br>Luke Syson, Anonello da Messina, in: Burlington Magazine, vol CLXVIII, n. 1241, August 2006, S. 543 Nr.6
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Beschreibung: Die Zuschreibung dieses Bildes an Jacobello d’Antonello da Messina wurde erstmals von Roberto Longhi 1953 vorgeschlagen und später von Maria Pia Di Dario Guida (1976), Francesca Campagna Cicala (1981), Fiorella Sricchia Santoro (1986), Mauro Natale (2001) e Peter Humfrey (2002) bestätigt.
Die Komposition basiert lose auf dem gleichnamigen Jugendwerk Antonello da Messinas, das sich in Reggio Calabria im Museo Regionale befindet. Laut Roberto Longhi ist das hier vorliegende Gemälde “durchdrungen von Einflüssen aus dem Veneto, insbesondere aus Vicenza ” (R. Longhi, 1975, p. 173), die sich sehr wahrscheinlich auf eine Venedig-Reise Jacobello d’Antonellos gemeinsam mit dem Vater in den Jahren 1475-1476 zurückführen lassen. Unser Bild zeigt insbesondere den Einfluss der figürlichen Darstellung im Veneto des letzten Quartals des 15. Jahrhunderts auf Jacobello d’Antonello.
Tatsächlich fällt eine außergewöhnliche Detailtreue ins Auge wie das Kardinalsgewand, das auf dem Boden in einem Haufen zusammengelegt ist oder auch die akkurate Anordnung von Steinchen auf dem Boden. Sie zeugen von einem gründlichen Studium des Spätwerks von Giovanni Bellini, für das die mikrografische Wiedergabe von Details typisch ist. Die Landschaft im Hintergrund und die Felsen im Vordergrund verweisen hingegen auf Werke von Bartolomeo Montagna (im Veneto seit 1485 dokumentiert).
Der malerische Duktus unseres Bildes ist vergleichbar mit dem einzigen sicheren Werk von Jacobello, das Tafelbild mit ‘Madonna und Kind’, das signiert ist mit “Jacobus Antonelli filii non humani pictoris” in Bergamo im Museo Carrara. P. Toesca schreibt im Jahr 1976, “die Kunstkritik hat wenig Fortschritte gemacht, um die Persönlichkeit von Jacobello, Sohn des Antonello, zu definieren” (M.P. Di Dario Guida, op. cit., S. 62). Das von Roberto Longhi gezeichnete künstlerische Profil bleibt das kennzeichnendste über den Maler. Die hohe Qualität des hier besprochenen Bildes zeigt, dass “Jacobello […] immer ein hohes künstlerisches Niveau hatte, seine Bilder mit den Neuigkeiten Bellinis modernisierte, aber dennoch seinem ‚nicht-menschlichen Vater’ zutiefst treu blieb.” (M.P. Di Dario Guida, S. 63).
Kürzlich wurde in der Ausstellung von Antonello da Messina in Rom eine etwas zweifelhafte Zuschreibung unseres Bildes an Antonello da Saliba vorgeschlagen.
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